Zur Zeit besuchen ca. 200 Schülerinnen und Schüler die KGS Hanbruch. Von diesen haben ca. 40% einen Migrationshintergrund, das bedeutet auch, dass 20 Nationen miteinander lernen.

In unserer Schule arbeiten 14 Lehrerinnen in Voll- und Teilzeit, eine Referendarin, 7 Erzieher/innen und 4 pädagogische Mitarbeiter, eine Sekretärin und ein Hausmeister. Seit dem Jahr 2012 wird unser Team durch eine Schulsozialarbeiterin ergänzt. Regelmäßig öffnen wir unsere Schule für Schüler- und Lehramtspraktikanten.

Gemeinsames Lernen

Seit dem Schuljahr 2015/16 wurde die katholische Grundschule Hanbruch offiziell zur Grundschule des „Gemeinsamen Lernens (GL)“. Im gemeinsamen Lernen werden Schüler/Innen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in einer Grundschulklasse unterrichtet und in der OGS pädagogisch betreut. Die Schüler/Innen lernen sich mit ihren Stärken und Schwächen gegenseitig anzunehmen und ihre soziale Kompetenz zu steigern. Jeder Schüler/In soll soweit möglich entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten gefördert und gefordert werden.

Die KGS Hanbruch nimmt Kinder für das Gemeinsame Lernen auf, bei denen bereits im Kindergarten oder bei der Schulanmeldung ein zusätzlicher Förderbedarf festgestellt wurde. Kinder, die im Wohnbezirk leben und für die eine Beschulung im GL möglich ist, haben einen Rechtsanspruch auf  das Gemeinsame Lernen innerhalb der schulischen Kapazitäten. Die Schulanmeldung für Schüler mit bereits festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf oder vermutetem Unterstützungsbedarf seitens der Eltern wird mit der Schulleitung und der Sonderpädagogin durchgeführt. Es findet eine Einschulungsdiagnostik statt, ggf. wird auf Wunsch der Eltern ein Antrag zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs gestellt. Das Gutachten stellt die individuelle Entwicklung, die Lernausgangslage und den u.U. daraus resultierenden spezifischen Förderbedarf fest.

Der bestmögliche Förderort für die Kinder wird kontinuierlich ermittelt. Gegebenenfalls können (probeweise) Schulwechsel von Grundschule mit GL an eine Förderschule oder von der Förderschule an eine Grundschule mit GL initiiert werden.

Jährlich wird der sonderpädagogische Förderbedarf von der Sonderpädagogin gemeinsam mit der Klassenlehrerin überprüft. Änderungen und Wechsel des Förderschwerpunktes bzw. des Förderortes werden, nach erfolgter Rücksprache mit den Eltern, dem Schulamt  mitgeteilt.

An der KGS Hanbruch werden für Schüler/Innen mit besonderem Förderbedarf halbjährlich Förderpläne geschrieben. Außerhalb der Elternsprechtage finden mit den Eltern und ggf. anderen Beteiligten zusätzliche Förderkonferenzen mit einhergehenden Förderplangesprächen statt, in denen der Entwicklungsverlauf der Schüler/Innen evaluiert wird und weitere Vorgehensweisen/Ziele aufgestellt werden.

In unserer Schule werden im Zuge des Aufbaus des Gemeinsamen Lernens verschiedene Formen des Gemeinsamen Unterrichtens erprobt. Dies bedeutet, dass die Klasse so oft wie möglich stundenweise in Doppelbesetzung mit der Grundschullehrerin und der Sonderpädagogin unterrichtet wird. Im team teaching arbeiten beide Lehrkräfte in der Planung, Durchführung und Auswertung gleichberechtigt zusammen und ergänzen sich gegenseitig. Die Ziele und Inhalte des Unterrichts werden gemeinsam ausgearbeitet. Beide Lehrkräfte sind für alle Schüler/Innen verantwortlich. Die Sonderpädagogin differenziert hierbei den Unterricht für die Schüler/Innen mit besonderem Unterstützungsbedarf auf unterschiedlicher methodisch-didaktischer Art und Weise. Dies gilt auch für Schüler/Innen, die keinen diagnostizierten Förderbedarf haben, aber dennoch einen erhöhten Förderbedarf aufweisen. Die innere Differenzierung findet in den Klassen statt, die äußere Differenzierung in Kleingruppen außerhalb des Klassenraums. Zusätzlich werden im Rahmen der Stundentafel zusätzliche Förder- und Forderstunden angeboten. Im Grundschulalltag sind Rituale und immer wiederkehrende Strukturen ein fest etablierter Bestandteil des Schulalltags. Nach der Mittagspause gibt es für alle OGS Schüler eine Hausaufgabenzeit, in der die Unterrichtsinhalte vertieft werden. Schüler/Innen mit besonderem Unterstützungsbedarf arbeiten soweit möglich in einer Kleingruppe mit einer Sonderpädagogin an ihren individuellen Lernaufgaben.

 Lage/Einzugsgebiet

Unsere zweizügige Schule liegt am westlichen Rand der Stadt Aachen, nahe der niederländischen und belgischen Grenze. Trotz der Aufhebung der Schulbezirksgrenzen im Jahr 2006 kommen unsere Schüler überwiegend aus der näheren Umgebung.

 Schulwegplan

Im Rahmen eines Projektes zur Mobilität, das über zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen und einem Verkehrsplanungsbüro durchgeführt wurde, wurde die Verkehrssituation rund um unsere Schule untersucht und die Kinder und Eltern bezüglich des Schulweges befragt. Um den morgendlichen Bringverkehr zu reduzieren, wurden schulnah drei Absatzstellen für die Kinder und Eltern eingerichtet, die nicht fußläufig zur Schule wohnen.

Schulwegplan 2015/16

 

Geschichte

Das Schulgebäude wurde 1896 für die Schüler der Pfarre St. Jakob erbaut und ist in seinem Ursprung noch erhalten.

Nach einjähriger Bauzeit konnte die für acht Klassen konzipierte Volksschule Hanbrucher Straße von sechs Jungenklassen bezogen werden. Ein Anbau im Jahr 1906 ermöglichte die Einrichtung einer Mädchen- und einer Jungenschule mit getrennten Treppenhäusern und Schulhöfen.

Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurde das Gebäude neben dem Schulbetrieb auch als Lehrerwohnung, öffentliche Badeanstalt und Luftschutzbunker genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der Schulleiter trotz widriger Bedingungen den Unterricht wieder auf. Im Jahr 1968/69 entstand im Zuge der Reform des Schulwesens aus der Volksschule eine Katholische Grundschule.

1985 bis 1989 wurde das Schulgebäude sowohl innen als auch außen komplett renoviert. Die Einführung der Offenen Ganztagsschule im Jahre 2006 erforderte weitere Umbaumaßnahmen, die ein zeitgemäßes Schulleben ermöglichen.

 

Schulgebäude und Ausstattung

Unser über hundertjähriges Schulgebäude ist dreigeschossig mit Hochparterre. Im Erdgeschoss und im Souterrain liegen die Räume der OGS und ein Werkraum. Dieser ist unter anderem mit Werkbänken, Laubsägen, Brennofen mit Töpfermaterial und Staffeleien ausgestattet. Auf der ersten Etage befinden sich die vier Klassenräume des ersten und zweiten Schuljahres, sowie das Lehrer- und Schulleiterzimmer mit integriertem Sekretariat. In der zweiten Etage befinden sich die vier Klassenräume des dritten und vierten Schuljahres, sowie der Musikraum. Dieser ist unter anderem mit zwei E- Pianos, verschiedensten Schulinstrumenten, Boomwhakers, DVD- und CD- Player, Beamer und Fernseher ausgestattet. Im Dachgeschoss haben die Schulbibliothek, der Computerraum mit 16 Arbeitsplätzen und der Lehrmittelraum ihren Platz.

In der geschlossenen Pausenhalle finden beispielsweise Schulfeiern statt. Außerdem wird sie an Regentagen in der Pause und am Nachmittag von der OGS als Spielraum genutzt.

Seit dem Jahr 2006 steht uns, die an unseren Schulhof angrenzende neuerbaute Sporthalle des Couven Gymnasiums, zwölf Stunden pro Woche zur Verfügung.

 

Schulgelände

Eine Planungsgruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, unseren tristen, kargen Schulhof ansprechend und kindgerecht umzugestalten. Mit Hilfe des Entwurfs eines Architekten und Fördermitteln des Vereins Stadtoasen sowie mit Aktionen der Schüler (Sponsorenlauf, Adventsbasar etc.) kamen genügend Ideen und Gelder zusammen. So konnten im Jahr 2006 mit großem Einsatz von Eltern, Kindern, Lehrerinnen und dem Team der OGS die Planungen in die Tat umgesetzt werden. Den Kindern steht seitdem ein großer, begrünter Schulhof mit ansprechenden Spielgeräten zur Verfügung. Vorhanden sind beispielsweise eine Kletterwand, ein Klettergerüst, eine Wackelbrücke, eine Balancierleiter, verschiedene Reckstangen, ein Basketballkorb, zwei Fußballfelder mit Toren und ein großer Weidentunnel. Auch der angrenzende Spielplatz wird weiterhin mit benutzt.

Im Rahmen eines Projektes von Studenten der Käthe-Kollwitz-Schule im Jahr 2011 wurde unser Schulhof noch einmal verschönert. Es erfolgte eine Aufarbeitung und Neugestaltung der Sitzecke mit Pergola. Außerdem wurde eine Kletterwand installiert und ein Bauwagen für den Verleih von Pausenspielzeug aufgestellt und künstlerisch gestaltet.

Durch den großen Einsatz unserer Schüler wurde der Schulhof im Jahr 2011 zum öffentlichen Spielplatz erklärt.

Im Rahmen der Projektwochen 2012 legte eine Projektgruppe auf dem Schulgelände Blumenbeete und einen Naschgarten an. Die Arbeitsgemeinschaft Garten und der Gartenklub übernehmen den weiteren Ausbau und die Pflege der angelegten Beete.